GRUNDLAGEN

 

UNSERER ARBEIT

  

Es ist uns eine Freude, Menschen in ihrem Sich-Öffnen und Wachsen zu begleiten. Dabei ist für uns ein respektvoller, wohlwollender Umgang selbstverständlich. Achtung, Wertschät-zung, Ehrlichkeit und Freiwilligkeit bilden die Basis unserer Semi-nararbeit.

 

Wir verstehen die Seminararbeit als eine „Einladung“ und richten an diesem Grundprinzip all unsere Methoden und Inhalte aus. Es wird kein Druck zum Mitmachen ausgeübt. Vielmehr unterstützen Seminarleiter und Gruppe jede/n Einzelne/n dabei, darauf zu achten, ob und wieweit er/sie sich einlassen möchte.

Unsere Seminare bieten fundiertes Wissen. Aber: es geht uns weniger ums „reden über“ als ums „erleben von“. Wesentliche Hintergründe erfährst Du in aller Kürze in Form von kompakten „Talks“. Die meiste Zeit nehmen wir uns fürs direkte Erfahren. Dabei geht’s es achtsam, körperorientiert und spielerisch zu. 

Unser Ansatz ist „prozessorientiert“: Gefühle dürfen gespürt und erforscht, dahinter liegende Wünsche und Bedürfnisse bewusst gemacht und erschlossen werden. Zugang zu den eigenen Gefühlen und Ressourcen zu gewinnen, ermöglicht Dir, selbstbestimmt über das „Ob“, „Wieviel“, „Wo“ und „Wann“ Deiner Entwicklung zu entscheiden.

Bevor wir mit unseren Teilnehmern in die Übungen gehen, zeigen wir alle Abläufe ganz genau und gehen auf individuelle Bedürfnisse und Rückfragen ein. Es gibt keine unangenehmen Überraschungen und ein Ausstieg ist jederzeit möglich. Klare Übungsstrukturen sind eine Hilfe bei der Erforschung des eigenen Innenraums. Sie ermöglichen ein selbst dosiertes Sich-Öffnen und Sich-Trauen.

In den Seminaren verwenden wir als wesentliche Bausteine einen sensitiven Hatha Yoga, der durch gefühlvolles Bewegen und Atmen den Kontakt zum inneren Selbst herstellt. Wir greifen außerdem in die gestalttherapeutische Schatzkiste von Dr. Fritz Perls, in der sich eine Reihe sanfter Werkzeuge zur Bewusstmachung und Wandlung von Blockaden befinden. Als dritter Baustein spielt in unserer Arbeit die Positive Psychologie eine große Rolle, die den Horizont um das Bewusstsein eigener Ressourcen und die Grundlagen von Erfüllung und Glück erweitert. Der vierte Baustein heißt Gemeinschaftsbildung, mit der Wege zu nährendem Kontakt, Begegnung und Verbunden-Sein geebnet werden. In diesem Kontext arbeiten wir mit Elementen aus dem WIR-Prozess, dem Forum, der Tiefenökologie und einigen weiteren Methoden.

Jede Übung rührt etwas an. Manchmal auch eine alte traumatische Verletzung. Als umfassend ausgebildete Therapeuten und Pädagogen gehen wir darauf selbstverständlich ein, z.B. in dem wir auf Instrumente der Psychodynamisch-Imaginativen Traumatherapie (PITT) nach Prof. Reddemann zurückgreifen.  Ein guter Umgang mit unerwartet auftretenden Emotionen gelingt auch mittels Focusing. Wir begleiten jeden Teilnehmer durch seinen inneren Konflikt hindurch - solange und so umfassend, bis es sich integriert und wirklich abgeschlossen anfühlt.

  

Sensitiver Hatha Yoga 

Unser humaner, besinnlicher Yoga lässt die Menschen bei sich ankommen. In einem ruhigen, angstfreien Raum findet eine Begegnung mit sich selbst statt. Sanft, achtsam, behutsam. Wir bringen Unbewegliches in Bewegung, Aufgestautes darf in Fluss kommen und sich ausdrücken, darf wohliger Entspannung und tiefer Zufriedenheit Platz machen. Dabei helfen Werkzeuge wie das Atmen, Tönen, Räkeln, Strecken und vieles mehr. Auch klassische Yogahaltungen, die wir aber liebevoller und entspannter als im weitverbreiteten Leistungsyoga entstehen lassen. Unser Stil zeichnet sich dadurch aus, dass Du beim Yogaüben einige Angebote erhälst, aber nicht durchgehend angeleitest wirst. Du hast immer wieder Phasen, in denen Du eigenständig übst. Du findest die Muße, ganz bei Dir zu sein. Der Leiter will nichts von Dir und weiß nicht, was Du brauchst – er bietet Dir nur den Raum, es selbst herauszufinden und neu auszuprobieren. Natürlich unterstützt er, wo es geboten scheint.

  

Gestaltarbeit 

Im Zentrum unserer gestalttherapeutischen Methoden steht die Entwicklung und Verfeinerung des Gewahrseins aller aktuell vorhandenen und zugänglichen Gefühle, Empfindungen und Verhaltensweisen. Wir möchten die Menschen dadurch in die Lage versetzen, ihre Kontaktstörungen, die sie daran hindern, mit ihrer Umwelt in einen befriedigenden Austausch zu treten, als solche zu erkennen und zu erleben. Es soll ihnen - über die Reaktivierung emotionaler Bedürfnisse und der Wahrnehmung derselben - ermöglicht werden, ihre Kontaktstörungen zu überwinden.

  

Positive Psychologie 

In unserer Seminararbeit befassen wir uns mit den 5 Aspekten, die im Sinne der Positiven Psychologie die Basis für ein gutes Leben darstellen: Positive Emotionen, Beziehungen, Engagement, Sinn und Erfolg. Dr. Martin Seligman, ein amerikanischer Psychologe und Autor, hat dieses Modell entwickelt.  Die Übungen der Positiven Psychologie lassen sich leicht in den persönlichen Alltag - beruflich und privat - einbinden. Andernorts spricht man über diesen Ansatz auch als "Glückstraining". Das ist durchaus richtig, wenn man Positive Psychologie in einem Wort zusammenfassen will. Es muss aber deutlich gesagt werden, dass es sich nicht um das Gleiche wie das oberflächliche, mitunter riskante "Positive Denken" handelt.  In der Positiven Psychologie wird ähnlich wie bei der Salutogenese (salut = gesund und genesis = Entstehung)  nicht die Vermeidung, Abwendung oder Heilung von Krankheit untersucht. Vielmehr wird umgekehrt erforscht und angewendet, was Menschen stärkt und ihnen gut tut, d.h., was ihnen im positiven Sinne zu einem erfüllten Leben verhilft.

 

 Gemeinschaftsbildungstraining

Unser Ansatz schafft Lust auf das Abenteuer Gemeinschaft. Für die meisten Menschen ist Gemeinschaft ein Grundbedürfnis. Und oft zugleich ein Thema, welche Vorbehalte oder sogar Ängste mit sich bringt. Darum wagen es viele Menschen schon gar nicht mehr, sich verbindlich auf andere einzulassen. Am ehesten noch im Rahmen einer Zweierbeziehung und auch hier oft nicht mehr langfristig, was die aktuellen Trennungszahlen zum Ausdruck bringen.  Gemeinschaft bedeutet Nestwärme, aber auch Reibungswärme. Das kann manchmal schön, manchmal anstrengend sein. Auf jeden Fall ist der Einzelne gefordert, sich in einem Spannungsfeld zu bewegen. Wieviel Kontakt tut gut? Wieviel Freiheit brauche ich? An diesen und weiteren Fragen arbeiten wir im Rahmen unserer Seminare intensiv und erforschen individuelle Antworten.